Im Sachwertmarkt hat sich in den letzten Jahren vieles verschoben. Während das klassische, stark zinsabhängige Immobiliensegment vielerorts unter Druck steht, verschieben sich die Kapitalströme zunehmend in Richtung Infrastruktur, Private Debt und regulierte Private-Market-Strukturen.
Genau an dieser Stelle wird ELTIF 2.0 relevant. Der europäische Fondsrahmen soll Private Markets für den Vertrieb öffnen und Fondsstrukturen stärker vereinheitlichen. Für die Praxis bedeutet das allerdings vor allem mehr Prozesse, mehr Daten, ein anspruchsvolleres Risikomanagement und drastisch höhere regulatorische Anforderungen.
Die eigentliche Herausforderung entsteht im Hintergrund
Ein moderner Fonds besteht heute oft aus unterschiedlichen Assets mit eigenen Laufzeiten, Zahlungsströmen und Bewertungszyklen. Dazu kommen ESG-Vorgaben, regulatorisches Reporting und eine deutlich umfangreichere Anlegerverwaltung.
Das betrifft unter anderem:
- NAV-Berechnungen und Liquiditätsüberwachung
- ESG-Reporting
- Meldewesen
- Anlegerkommunikation
- Treuhänderische Prozesse
- Laufende Datenpflege
Viele Häuser arbeiten dabei noch mit fragmentierten Systemlandschaften. So nutzen einzelne Abteilungen beispielsweise unterschiedliche Anwendungen, Daten werden mehrfach gepflegt oder manuell übertragen. Solange das Fondsvolumen überschaubar bleibt, funktioniert das oft noch. Mit zunehmender Skalierung wird genau diese Komplexität zum Problem.
ELTIF 2.0 erhöht den operativen Druck
Mit ELTIF 2.0 verändert sich nicht nur die regulatorische Struktur, sondern auch die operative Realität im Markt. Neue Fondsmodelle werden breiter vertrieben, die Administration verfeinert sich und die Anforderungen an Transparenz steigen weiter. Gleichzeitig entstehen erste Ansätze für Sekundärmarktmechanismen zwischen Investoren. Dadurch reicht die klassische Fondsadministration vielerorts nicht mehr aus. Nicht das einzelne Investment wird zum Engpass, sondern die Fähigkeit, alle Prozesse dauerhaft sauber miteinander zu verbinden.
Hinzu kommt eine fundamentale Verschärfung im Bereich der Cyber-Risiken. Schwachstellen in IT-Systemen müssen künftig nicht mehr in Monaten, sondern innerhalb weniger Tage oder Stunden über ein hochfrequentes Patch-Management geschlossen werden. Um Systemprobleme und Unterbrechungen bei solchen Updates zu verhindern, fordert die BaFin eine strikte Umsetzung der DORA-Vorgaben (Digital Operational Resilience Act). Finanzunternehmen müssen ihre operativen Systeme resilient aufstellen.
Der kritische Engpass: integrierte Systeme
Gerade im DACH-Raum kommen zusätzliche Anforderungen durch KAGB, BaFin-Regulierung und treuhänderische Strukturen hinzu. Das führt in der Praxis oft zu einem hohen Abstimmungsaufwand zwischen Asset Management, Fondsadministration und Vertrieb. Wenn Systeme an diesen Stellen nicht sauber zusammenspielen, entstehen unnötige Reibungsverluste und gefährliche operative Sicherheitslücken. Deshalb rückt die krisenfeste, integrierte operative Infrastruktur immer stärker in den Mittelpunkt.
xpecto Software als spezialisierte DACH-Infrastruktur
xpecto Lösungen wurden speziell für regulierte Sachwert- und Fondsstrukturen entwickelt. Die Plattform unterstützt:
- AIF- und ELTIF-Strukturen
- Anleger- und Fondsadministration
- Regulatorisches Reporting
- Komplexe Sachwertportfolios (inkl. Private Debt und Infrastruktur)
- Treuhänderische Prozesse
- KAGB- und BaFin-konforme Abläufe
Der Fokus liegt dabei auf einer durchgängigen Systemlogik. Asset-, Fonds- und Vertriebsebene werden nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern innerhalb einer gemeinsamen Plattform verarbeitet. Das minimiert manuelle Datentransfers, senkt die operationellen Risiken im Meldewesen und stärkt die digitale Resilienz des Gesamtsystems.
Gerade bei wachsenden Fondsstrukturen wird dieser Punkt immer wichtiger. Denn je mehr Beteiligte, Prozesse und regulatorische Anforderungen zusammenkommen, desto entscheidender wird eine stabile, integrierte und regulatorisch konforme operative Grundlage im Hintergrund.
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